Es geht nicht um KI

Was bleibt von zwei Tagen MarketingTag Ost? Für uns sind es nicht nur die Vorträge oder die vielen Gespräche. Es ist das gute Gefühl, Teil eines Netzwerks zu sein, das Marketing in Ostdeutschland gemeinsam weiterdenken möchte.

Mehr als eine Konferenz

Es gibt Veranstaltungen, bei denen nimmt man ein paar Visitenkarten mit nach Hause.

Und es gibt Veranstaltungen, von denen man mit einem Notizbuch voller Ideen zurückkommt.

Der MarketingTag Ost gehört für uns ganz klar zur zweiten Kategorie.

Rund 300 Marketingverantwortliche, Unternehmerinnen und Unternehmer, Agenturen, Medien und Studierende kamen Ende Juni in Leipzig zusammen, um über Marken, Kommunikation, Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Marketings zu diskutieren. Organisiert wird der MarketingTag Ost von den elf ostdeutschen Marketing Clubs unter dem Dach des Bundesverbandes Marketing Clubs. Das Besondere daran ist nicht nur das Programm, sondern die Haltung dahinter: Wissen teilen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam die Marketingregion Ost stärken.

Für uns als Agentur Schweiger ist diese Veranstaltung weit mehr als ein Termin im Kalender. Andrea Ney engagiert sich als Beirätin im Bundesverband Marketing Clubs und als Jury-Mitglied beim Award „Best of BVMC Ost“. Wir als Agentur Schweiger haben den Webauftritt, sowie die Plakate des MarketingTag Ost gestaltet. Umso schöner war es, die Veranstaltung nicht nur mitzugestalten, sondern auch gemeinsam als Team zu erleben.

Ein Auftakt, der Marken erlebbar macht

Bevor am nächsten Tag die ersten Keynotes starteten, führte uns der MarketingTag Ost nach Freyburg in die Rotkäppchen Erlebniswelt.

Schon beim Betreten der Ausstellung wurde deutlich, warum dieser Ort bewusst als Auftakt gewählt wurde.

Hier wird Markenführung nicht erklärt. Sie wird erlebbar.

Zwischen historischen Kellern, interaktiven Ausstellungen und dem größten hölzernen Cuvéefass Deutschlands wird sichtbar, wie eine Marke ihre Geschichte über Generationen hinweg weiterentwickeln kann, ohne ihre Identität zu verlieren.

Gerade für uns als Kommunikationsagentur war das ein spannender Einstieg. Denn genau diese Fragestellung begegnet uns auch in Kundenprojekten. Wie entwickelt sich eine Marke weiter, ohne ihren Kern zu verlieren? Wie verbindet man Tradition mit neuen Zielgruppen? Und wie schafft man es, Geschichte so zu erzählen, dass sie auch heute noch begeistert?

Beim anschließenden Get-together wurde aus diesen Fragen schnell ein lebendiger Austausch. Zwischen Sektempfang, gutem Essen und vielen Gesprächen entstanden erste Diskussionen über Marken, Kommunikation und aktuelle Herausforderungen im Marketing. Genau diese Mischung macht den MarketingTag Ost aus.

Vier Bühnen, viele Perspektiven und ein gemeinsames Thema

Der eigentliche Kongresstag fand im Verlagsgebäude der Leipziger Volkszeitung und im gegenüberliegenden Coworking-Space Basislager statt. Vier Bühnen, kurze Vorträge und Workshops sorgten dafür, dass man ständig vor der Frage stand, welchen Programmpunkt man als Nächstes besuchen möchte.

Inhaltlich war die Bandbreite groß. Es ging um Künstliche Intelligenz, Medien, Storytelling, Markenführung, Unternehmenskultur und gesellschaftliche Entwicklungen. Trotzdem zog sich für uns ein Thema durch viele Vorträge.

Vertrauen.

Florian Arndt zeigte eindrucksvoll, wie rasant sich KI-Anwendungen entwickeln und welche Möglichkeiten Unternehmen schon heute nutzen können. Seine Präsentation war unterhaltsam, praxisnah und voller konkreter Werkzeuge. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Technologie allein noch keine starke Marke schafft.

Thomas Ebenfeld richtete den Blick auf gesellschaftliche Veränderungen und die Frage, wie Unternehmen in einer zunehmend komplexen Welt Orientierung geben können. Ein Thema, das viele Diskussionen in den Pausen aufgegriffen haben.

Mit seinem Vortrag über Sternburg zeigte Martin Zapf, dass erfolgreiche Marken nicht jedem Trend hinterherlaufen müssen. Sie kennen ihre Zielgruppe, bleiben sich treu und kommunizieren mit einer Klarheit, die Wiedererkennung schafft.

Auch der Beitrag von Robert Kuhne über die Zukunft journalistischer Medien im Zeitalter von KI hat uns beschäftigt. Gerade in Zeiten, in denen Inhalte in Sekundenschnelle entstehen, gewinnen Glaubwürdigkeit und journalistische Qualität weiter an Bedeutung.

Es waren genau diese unterschiedlichen Perspektiven, die den Kongresstag so wertvoll gemacht haben. Nicht jeder Vortrag lieferte fertige Antworten. Viele haben vor allem die richtigen Fragen gestellt.

Die besten Gespräche finden oft zwischen den Vorträgen statt

So inspirierend die Bühnen waren, mindestens genauso wertvoll waren für uns die Begegnungen dazwischen.

Der MarketingTag Ost bringt Menschen zusammen, die sich im Alltag oft nur digital begegnen. Kolleginnen und Kollegen aus Agenturen, Unternehmen, Medien, Hochschulen und Verbänden treffen aufeinander, tauschen Erfahrungen aus und diskutieren offen über Herausforderungen, die viele gleichermaßen beschäftigen.

Gerade diese Offenheit schätzen wir an der Marketing-Club-Familie seit vielen Jahren. Hier geht es nicht darum, Wissen für sich zu behalten. Es geht darum, voneinander zu lernen.

Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum sich der MarketingTag Ost in so kurzer Zeit zur größten Marketingkonferenz Ostdeutschlands entwickelt hat.

Warum wir uns hier engagieren

Als Agentur begleiten wir seit über 30 Jahren Unternehmen, öffentliche Institutionen und Organisationen in Fragen der Markenführung und Kommunikation.

Veranstaltungen wie der MarketingTag Ost zeigen uns immer wieder, wie wichtig der Austausch innerhalb unserer Branche ist. Viele Themen, die heute auf den Bühnen diskutiert werden, begegnen uns wenig später in Kundenprojekten. Gleichzeitig bringen wir unsere Erfahrungen aus der täglichen Praxis zurück in das Netzwerk.

Deshalb engagieren wir uns bewusst über unsere eigentliche Agenturarbeit hinaus. Andrea Ney wirkt als Beirätin im Bundesverband Marketing Clubs mit, wir unterstützen den MarketingTag Ost gestalterisch und bringen uns bei der Weiterentwicklung des Formats ein. Für uns gehört dieses Engagement zu einer lebendigen Marketinglandschaft dazu.

Unser Fazit

Zwei Tage Leipzig haben uns einmal mehr gezeigt, warum wir Marketing so spannend finden.

Es geht um Ideen.

Um Diskussionen.

Um Menschen, die ihre Erfahrungen teilen.

Und um Marken, die den Mut haben, Haltung zu zeigen.

Mit vielen neuen Gedanken, interessanten Gesprächen und einer großen Portion Motivation sind wir zurück nach Potsdam gefahren. Die Vorfreude auf den MarketingTag Ost 2027 in Erfurt ist jedenfalls schon jetzt groß.


Was wir aus dem MarketingTag Ost in unsere Projekte mitnehmen

Viele Impulse aus Leipzig werden uns in den kommenden Monaten begleiten. Vor allem die Diskussionen rund um Vertrauen, Markenführung und den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden unsere tägliche Arbeit weiter prägen.

Wenn Sie Ihre Marke schärfen, Ihre Kommunikation strategisch weiterentwickeln oder Ihre Sichtbarkeit nachhaltig stärken möchten, begleiten wir Sie gern dabei. Denn genau diese Themen beschäftigen uns nicht nur auf Konferenzen, sondern seit über 30 Jahren in unserer täglichen Arbeit mit Unternehmen, Kommunen und öffentlichen Institutionen.